12.03.2019

Allgemein

Bob: Bayerische Meisterschaften & Kronprinzpokal-Rennen am Königssee – Lisa Buckwitz bestreitet erstes Rennen als Bob-Pilotin

• Buchmüller/Bluhm gewinnen Titel bei den Männern • 1. Platz für Nolte/Arlt bei den Frauen • Lisa Buckwitz und Tamara Seer gewinnen Kronprinzpokal

Königssee (bsd/12.03.2019) Vergangenes Wochenende war die Deutsche Post Eisarena Königssee Schauplatz und Ausrichtungsort der Bayerischen Bob-Meisterschaften 2019. Bereits zum 70. Mal jährte sich die Veranstaltung, die seither vom Bayerischen Bob- und Schlittenverband organisiert wird. Die ersten Bayerischen Meisterschaften wurden bereits 1947 in Garmisch-Partenkirchen ausgetragen – der Sieger damals war Anderl Ostler, späterer Doppel-Olympiasieger von 1952 in Oslo.
 
Am Samstag, 09. März traten am Königssee nun insgesamt neunzehn Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Neben den „offiziellen“ Meisterschaftsrennen im Zweierbob der Frauen und Männer kämpften 18 Schlitten auch um den begehrten Kronprinzpokal.
 
Bayerischer Meister im Zweier wurden Bennet Buchmüller (Juniorenweltmeister im 4er 2017) und Anschieber Joshua Bluhm mit einer Gesamtzeit von 1:43,94 und einem Vorsprung von 0,33 Sekunden. Auf den zweiten Platz fuhren Hans-Peter Hannighofer und Philipp Zielasko, Platz drei belegten Hartl Sanktjohanser und Gregor Bermbach mit bereits 1,01 Sekunden Rückstand auf das Sieger-Duo.
 
Im Zweierbob der Frauen gewann das Team um Pilotin und Vize-Juniorenweltmeisterin (U23) Laura Nolte und Anschieberin Anna Arlt den bayerischen Meistertitel. Zweite wurden Lisa Buckwitz und Tamara Seer mit 0,82 Sekunden Rückstand, Platz drei ging an Caro Zenker und Berit Warneke (+ 1,62 Sek.).
 
Für Olympiasiegerin Lisa Buckwitz war die Bayerische Meisterschaft das erste offizielle Rennen seit den Winterspielen in PyeongChang im Februar 2018. Kurz nach den Spielen hatte sich die 24-Jährige dazu entscheiden, eine Ausbildung als Bob-Pilotin zu beginnen. Nach mehreren Monaten Training trat Buckwitz am vergangenen Wochenende nun das erste Mal bei einem Wettkampf an und gewann zusammen mit Anschieberin Tamara Seer das Rennen um den Kronprinzpokal. Hier galt es, die zwei Läufe mit einer möglichst geringen Zeitdifferenz zu treffen. Mit einem Unterschied von nur 0,07 Sekunden waren Buckwitz und Seer das präziseste Team und siegten vor Laurin Zern und Louis Schott (0,09 Sek. Differenz) sowie Nicki Albrecht und Philipp Jucker (0,13 Sek. Differenz).
 
„Für mich war es bei meinem ersten Rennen als Pilotin wichtig, Erfahrung zu sammeln und sich nicht auf die Platzierung zu fokussieren. Dass wir bei den Bayerischen Meisterschaften auf Platz zwei gefahren sind, war super. Dass wir beim Kronprinzpokal-Rennen gewonnen haben, war dann doch etwas überraschend. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ist dann doch auch etwas anderes, wenn man an einem Wettkampf an den Start gehen kann oder nur im Training fährt. Meine Läufe waren nicht wirklich optimal, aber ich habe mich an dem Tag auch nicht mehr ganz frisch gefühlt, da ich in den Tagen davor sehr viele Trainingsläufe gefahren bin. Es war doch eine lange Saison. Die Meisterschaften waren dann noch ein schönes Abschlussrennen“, so das Fazit von Lisa Buckwitz.
 
Für die Podestplatzierungen des Kronprinzen-Rennens gab es zudem hochkarätige Preise zu gewinnen: Der Sieger bekam zwei Fußball-Karten für ein FC Bayern-Spiel, gesponsert von der Rummenigge Sport Marketing GmbH. Für die Zweitplatzierten gab es einen Gutschein für fünf Personen für „Bodyflying“ von Jochen Schweizer, und der dritte Platz gewann ein 50 Liter-Fass Bier, das von Bahn-Moderator Sebastian Rasp zur Verfügung gestellt worden war.
 
Ein großer Dank gilt außerdem der Firma Enzianbrennerei Grassl, die für alle Teilnehmer der Bayerischen Meisterschaft sowie des Kronprinzpokal-Rennens kleine Geschenksäckchen gesponsert hat.
 
Eine ganz spezielle „Wertung“ gab es noch für jene Bobschlitten und Teams, die in historischer Kleidung oder sogar in einem historischen Bob an den Start gegangen waren. Sieger waren hierbei Eric Dengler und Sepp Springl: Sie fuhren mit dem Zweierbob von Horst Floth und Josef „Pepi“ Bader, mit dem die beiden die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble (FRA) geholt hatten.