04.02.2019

Allgemein

Bob: IBSF Junioren-Weltmeisterschaften am Königssee

• Kalicki/Lipperheide gewinnen Bronze und werden U23-Weltmeisterinnen • Gold im Zweierbob der Männer für Oelsner/Ammour und U23-Gold für Jannusch/Hertel • Team Oelsner triumphiert auch im Vierer

Königssee (bsd/02./03.02.2019) Am 02. und 03. Februar 2019 wurden in der Deutsche Post Eisarena Königssee die Junioren-Weltmeisterschaften im Bob ausgetragen. Auch in diesem Jahr ging es erneut um Titel in zwei Kategorien: Neben der allgemeinen Junioren-WM-Wertung für die Nachwuchs-Sportler im Alter bis 26 gab es auch eine gesonderte U23-Wertung.
 
Der Zweierbob der Frauen endete mit einem rot-weiß-roten Erfolgserlebnis: Die Halbzeitführende Katrin Beierl gewann mit nur 0,01 Sekunden Vorsprung Gold, Zweite wurde die Rumänin Andrea Grecu. Bronze ging an Kim Kalicki – für die Wiesbadenerin nach der JWM 2018 in St. Moritz und 2017 in Winterberg die dritte Bronzene in Folge. In der U23-Wertung konnte sich Kalicki hingegen als Weltmeisterin feiern lassen – die Titelverteidigung von 2018 ist der 21-Jährigen vom TuS Eintracht Wiesbaden gelungen: „Mit den Startzeiten bin ich auf jeden Fall zufrieden, die Fahrten hätten allerdings ein bisschen besser sein können. Mit dem U23-Titel kann man auf jeden Fall arbeiten. Wir hatten heute ein richtig starkes Starterfeld, die Konkurrenz war groß. Aber es ist schön, wenn man sich mit den Größeren messen kann. Ich denke, dass wir wirklich ein gutes Rennen hier abgeliefert haben.“
 
Mit dem vierten Platz mussten sich Laura Nolte und Anschieberin Deborah Levi zufriedengeben. Nach der Silbermedaille im Vorjahr ein etwas enttäuschendes Ergebnis für die 21-jährige Pilotin vom BSC Winterberg: „Meine erste Fahrt war nicht so gut – ich habe vergessen, mein Doppelvisier aufzusetzen und habe daher nicht viel gesehen während der Fahrt. Die zweite Fahrt war dann sehr stark. Dass ich da dann die zwei hundertstel Sekunden verloren habe, ist zwar bitter, aber so ist es nun einmal.“ Trotz der „Holzmedaille“ in der normalen Wertung konnte sich Nolte immer noch über eine Medaille in der U23-Wertung freuen: Hier wurde sie nach Kalicki Zweite.
 
Anne Lobenstein und Lisa-Sophie Gericke platzierten sich mit 2,20 Sekunden Rückstand auf dem zehnten Platz.
 
Im Zweierbob der Männer war es im Finallauf ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den ersten Sieben: Nur achtzehn Hundertstel trennten die besten Teams aus dem ersten Lauf. Als Halbzeitführender ging der Russe Rostis Gaitiukevich in den zweiten Lauf, doch letztendlich war dann doch ein deutsches Team schneller: Mit 0,05 Sekunden Vorsprung gewann der Titelverteidiger von 2018 Richard Oelsner zusammen mit Anschieber Issam Ammour die Goldmedaille: „Schön, dass es geklappt hat, das war wirklich sehr eng. Wir sind im zweiten Lauf besser gestartet, ich habe die Ausfahrten gut getroffen und den Schlitten einfach laufen lassen.“
 
Silber ging an Markus Treichl und Kilian Walch aus Österreich, Bronze gewannen die Russen Rostis Gaitiukevich und Aleksey Zaytsev (+ 0,12 Sek.).
 
Wie bereits Laura Nolte bei den Frauen musste im Zweierbob der Männer Dennis Pihale mit dem vierten Platz vorliebnehmen. Nach dem ersten Lauf noch auf Platz zwei gelegen, konnten Pihale und sein Anschieber Lukas Frytz den starken ersten Lauf nicht wiederholen und wurden mit 0,14 Sekunden Rückstand Vierte.
 
Gleich dahinter reihten sich Jonas Jannusch und Benedikt Hertel auf Rang fünf (+ 0,25 Sek.) sowie Bennet Buchmüller und Henrik Bosse auf Rang sechs (+ 0,30 Sek.) ein. Hans-Peter Hannighofer und Christian Ebert fuhren mit 0,72 Sekunden Rückstand auf den zehnten Platz.
 
In der U23-Wertung konnte sich der Youth Olympic Games-Sieger von 2016 (Lillehammer), Jonas Jannusch, zusammen mit Benedikt Hertel die Goldmedaille sichern. Zweiter wurde der Schweizer Michael Vogt, U23-Bronze gewann der Rumäne Mihai Tentea.
 
Im finalen Viererbob-Rennen konnten die deutschen Junioren ihren Fünffachtriumph aus dem Vorjahr zwar nicht wiederholen, aber angesichts der starken Konkurrenz ließ es zumindest Richard Oelsner am Sonntagnachmittag noch einmal richtig krachen: Mit seinen Anschiebern Issam Ammour, Eric Strauß und Costa Laurenz holte er sich auch im Viererbob den Sieg und setzte er sich mit 0,29 Sekunden Vorsprung gegenüber dem Österreicher Markus Treichl durch, der den Schweizer Michael Vogt (+0,30 Sek.) nach dem ersten Lauf noch auf Platz drei verdrängte. „Wir haben gutes Material und eine starke Crew. Gestern liefe es schon gut, das hat die nötige Ruhe reingebracht. Ich war da sehr zuversichtlich und habe nach dem ersten Lauf versucht, locker zu bleiben, mein Ding zu machen und mich nicht ablenken zu lassen“, erklärte Oelsner nach seinem Doppelsieg am Königssee.
 
Die weiteren drei deutschen 4er Teams reihten sich auf den Plätzen fünf bis sieben ein: Team Buchmüller landete am Ende auf Platz fünf (+0,43 Sek.), Team Dennis Pihale auf sechs (+0,58 Sek.) und Team Jonas Jannusch auf Platz sieben (+0,66 Sek.).
 
Bild: BSD